
Killt AI SaaS – oder legt es nur schwache Architekturen offen?
HubSpot ist über 60% gefallen, doch die Fundamentaldaten stimmen. Die wahre Geschichte ist architektonisch – und sie verändert eure Stack-Wahl.
HubSpot hat im letzten Jahr mehr als 60 Prozent verloren
Auf den ersten Blick sieht das nach einem kaputten Unternehmen aus. Schaut man genauer hin, erzählen die Fundamentaldaten eine ganz andere Geschichte. Der Umsatz wächst weiter. Die Kundenzahl steigt. Die Retention ist stark. Der Free Cashflow hat sich deutlich verbessert.
Das Geschäft ist nicht eingebrochen. Eingebrochen ist die Markterwartung.
Eingebrochen ist das Multiple, nicht das Unternehmen
Über fast ein Jahrzehnt hat SaaS in einer klaren Erzählung gelebt. Wiederkehrende Umsätze. Hohe Bruttomargen. Wachsender Wallet Share. Plattform-Lock-in. HubSpot, Salesforce, Atlassian – alle haben dieselben Boxen abgehakt.
Investoren haben für diese Erzählung bezahlt. Genauer gesagt: Sie haben für die Annahme bezahlt, dass die Plattform, die den Workflow besitzt, auch den Wert besitzt.
Dann hat AI verändert, wo der Workflow eigentlich stattfindet.
AI hat eine neue Schicht im Stack eingezogen
Die größte Verschiebung der letzten zwei Jahre ist konzeptionell, nicht technisch.
AI sitzt heute zwischen User und Software. Marketing-Teams haben früher Kampagnen direkt in HubSpot geschrieben. Heute briefen sie einen Agent, der die Kampagne entwirft und in die Plattform pusht. Sales-Teams haben früher ihre Notizen in Salesforce eingetragen. Heute übernimmt das ein Transcription Agent nach dem Call.
